VIELE, KLEINE EITELKEITEN

Viele, kleine Eitelkeiten
und die Welt dreht sich drum herum
mit dem Wunsch sich zu vereinen,
doch die Menschen sind zu stumm.

Anstatt zu leben, was sie wollen
und zu sagen, wo sie stehen,
tragen sie unsichtbare Masken
und trauen sich nicht zu sehen.

Lieber leiden sie im Alltäglichen
und verweigern sich der inneren Kraft,
als sich sich selbst zu stellen
und der eigenen Schöpfungsmacht.

Der erlösende Gedanke
wartet nur einen Schritt entfernt,
aber nichts scheint schwerer,
haben wir Opfersein doch so gut gelernt.

Und wagt sich jemand absichtsvoll,
so wird er misstrauisch betrachtet.
Denn jene auf der glücklichen Seite des
Lebens werden schon aus Prinzip verachtet.

Den, wer nicht, wie die Anderen,
im Strom der Massen schwimmt,
der zeigt ja abnormes Verhalten,
was es stets zu verhindern gilt.

Doch was mag wohl passieren,
wenn solch’ glückliche Wesen sich mehren.
Wenn langsam das Paradies gewinnt
und die Hölle sich anfängt zu leeren.

Wenn die Menschheit immer friedlicher lebt
und ihr unendliches Potential entfaltet.
Ein Volk von Liebe sich formt und
dadurch eine neue Weltenart gestaltet.

Wie groß muss die Angst doch sein
jenes eigene Glück zu leben,
dass nur so wenige es wagen
sich dieser Vision hinzugeben.

copyright by Julia Domenica