Auszug aus der Geschichte „ELISA UND DER GARTEN GOTTES“

An einem sonnigen Nachmittag, kleine weiße Wölkchen zogen langsam über den azurblauen Himmel, hatte sich eine Gruppe von Menschen bei Elisa eingefunden. Sie hatten von dem kleinen Mädchen in dem Dorf Ahanka gehört, das täglich meditierte und wundersame Geschichten und Erkenntnisse in berührender Schlichtheit mitzuteilen wusste, ja, sogar von Heilungen und Wunder war mancherorts die Rede.

Auf der Rückseite des einfachen, weißgetünchten Hauses von Elisas Eltern, direkt nach der schmalen Holzveranda, befand sich eine kleine Wiese, umrandet von großen, alten Bäumen. Dort hatten sich die Menschen niedergelassen, als Elisa aus dem Haus auf die Veranda trat. Mit einem liebevollen Lächeln und einem zarten „Hallo“ begrüßte sie die Wartenden. Mit kleinen, bedächtigen Schritten, ihre Füßchen waren frei von Schuhen und Strümpfen, ging sie mitten hinein in die Gruppe. Dabei schien sie sich ganz auf das Gehen zu konzentrieren. Ihr Blick war leicht entrückt und strahlte eine Faszination aus für das Erleben, das der Kontakt ihrer bloßen Füße mit dem satten, grünen Gras in ihr auslöste.

Als sie zwischen ihnen angekommen war, ließ sie ihren Blick über alle Anwesenden gleiten, dann winkte sie ihnen, sich zu erheben und ihr zu folgen, während sie langsam durch den Garten ging. Und Elisa begann mit sanfter und doch deutlicher Stimme zu den Menschen zu sprechen:
„Sagt mir, was würdet ihr tun, wenn ihr einen wunderschönen, großen Garten geschenkt bekommen würdet?! Ihr müsst wissen, es ist ein verzauberter Garten, denn seine Schönheit und seine Vielfalt sind so prächtig und unvergleichlich, dass es keinen kostbareren Garten gäbe als genau diesen. Nun, ihr kennt den Garten vielleicht ja noch nicht, so will ich ihn euch beschreiben, während wir hier gehen …

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